German Rex vom Hause Jung

Die Sinne der Katze

 

Sehen, Hören, Schmecken, Riechen, Tasten

Der Mensch verfügt über die grundlegend gleichen o.g. Sinne wie die Katze.
Aber bei weitem nicht in dem Ausmaß wie sie, denn sie ist immer noch Raubkatze, Jäger und ihre Sinne müssen demnach weitaus geschärfter als die der Menschen sein.

 

 

Darüber hinaus verfügen die Feliden über einen Gleichgewichtssinn, für den der "Vestibularapparat" verantwortlich ist und ermöglicht, auf Bäumen, Mauern usw. zu balancieren und sicher ein Ziel anzuspringen. Dies fehlt dem Menschen völlig; benötigt er auch nicht, da er sich von Natur aus auf dem Boden bewegt.

Nun eine kurze Erläuterung zu den einzelnen Sinnen:

Der Sehsinn

… der Katze ist auf die Jagd, vor allen Dingen in der Dämmerung, ausgerichtet. Sie sieht räumlich und kann daher gut Entfernungen von sich bis zur Beute abschätzen. Nachts weiten sich ihre Pupillen bis zu 90 Prozent; d.h., ein Sechstel der Lichtmenge, die für ein Menschenauge notwendig sind, reichen ihr völlig aus, um auf die Jagd zu gehen.
Lange hat man geglaubt, dass Katzen nicht farbig sehen können. Das stimmt nicht. Katzen können Farben wie blau, gelb und grün gut erkennen. Rot angeblich nicht.

Für den Sehsinn ist der Aufbau der Augen sehr wichtig. Um hier näher darauf einzugehen, würde den Rahmen einer Website sprengen. Weitere Informationen hierzu findet man in Fachbüchern oder im Internet.

Beispiel: Welt der Katzen

Der Gehörsinn

… der Katze ist sehr gut. Der Frequenzbereich übersteigt das Dreifache den der Menschen; also ca. 65.000 Herz. Daher kann sie auch sehr leise Geräusche von Mäusen oder anderen Kleintieren wahrnehmen. Ihre Ohren sind sehr beweglich. Sie können sich in fast alle Richtungen drehen. Mit ihrem Gehörsinn und ihrem Sehsinn ist die Katze somit ein fabelhaftes "Ortungsgenie" und es werden ihr sehr gezielte Sprünge auf ihre Beute ermöglicht.

Der Geruchssinn

… der Katze entspricht nicht dem eines Hundes; ein Hund kann besser riechen. Aber sie riecht immer noch doppelt so gut wie der Mensch. Das ist doch gar nicht so schlecht, für eine erfolgreiche Jagd aber auch nicht derart wichtig.

Der Geschmackssinn

… der Katze unterliegt ausnahmsweise dem unsrigen. Katzen schmecken angeblich nichts Süßes. Sie sind zwar aus unserer Sicht ganz verrückt nach Sahne und der gleichen; das liegt aber nicht am Zucker- sondern am Fettgehalt mancher Speisen. Katzen unterscheiden sauer, salzig und bitter. Daher wäre es lobenswert, wenn die Pharmaindustrie einige Medikamente für Katzen dementsprechend attraktiver für die Feliden herstellen würden.

Der Tastsinn

… der Katzen beruht auf der Herkunft unserer Feliden. Sie waren eigentlich Wüstentiere. Sie besitzen Temperatursensoren in den Pfoten, die reagieren, da sie eben auf den Wüstensand ausgerichtet sind. Im Maul befinden sich ebenfalls diese Sensoren, welche schneller als die in den Pfoten reagieren. Katzen haben Wärme- sowie Kältepunkte, die dafür verantwortlich sind, dass sie eine größere Toleranz gegenüber Wärme anstatt gegenüber Kälte haben.

Zu dem Tastsinn gehören natürlich auch die Schnurrhaare (Vibrissen). Schnurrhaare befinden sich nicht nur am Schnäuzchen, sondern auch über den Augen (wir würden Wimpern sagen) und an den Wangen.
Die Schnurrhaare sind windempfindlich (kennen wir von unseren Wimpern) und reagieren auf Luftbewegungen. Daher können die Feliden sich auch in der Dunkelheit elegant bewegen (der Mensch würde eher gegen Türpfosten und dergleichen laufen) und abschätzen, ob sie überhaupt durch eine Öffnung passen.
Katzen besitzen in ihren Pfoten darüber hinaus noch Rezeptoren, die schon leichte Vibrationen wahrnehmen. Sie sind in der Beziehung sehr feinfühlig.
Schnurrhaare sind demzufolge wichtig für die Katze. Unsere German Rexe haben alle schöne Schnurrhaare und vererben dies auch weiter.

Ein weiterer der Katzen eigener Sinn ist der Ortssinn, der es ihnen ermöglicht, selbst über große Entfernungen wieder ihr Zuhause zu finden; sofern sie nicht durch moderne Verkehrsmittel sonst wohin verschleppt werden. Berichte gab und gibt darüber es immer wieder bei Tasso e.V. .

Die German Rex ist keine überzüchtete Katze. Ihre Sinne sind hervorragend ausgeprägt und eine Mäusejagd stellt keine Seltenheit dar.