German Rex vom Hause Jung

Kippfenster

Kippfenster sind gefährlich für Katzen!

Leider passieren durch geöffnete Kippfenster immer wieder schlimme bis tödliche Unfälle bei Katzen. Mittlerweile gibt es für die Folgekrankheiten, vorausgesetzt das Tier hat überlebt, sogar bei den Tierärzten einen Namen: Das Kippfenster-Syndrom.

 


Eigentlich sollte jeder Katzenhalter wissen, dass geöffnete Kippfenster während seiner Abwesenheit zu schließen sind. Kann doch eigentlich auch nicht schwer sein. Anscheinend aber doch. Leider habe ich nicht nur in den Zeiten meiner Tierschutzaktivitäten, sondern bis in die heutige Zeit hinein, immer wieder solche unverantwortlichen Geschichten zu hören bekommen.

Katzen, natürlich und gerade die German Rex, sind von Natur aus neugierig, stecken ihre Nase in Dinge, die sie nichts angehen. Z.B. eben auch geöffnete Kippfenster. Vielleicht versuchen sie irgendwann durch den Spalt hinaus zu gelangen, denn die frische Luft duftet unglaublich gut und verführerisch. Der jahrtausendelange Freiheitsdrang und Trieb nach draußen wird auch oft noch nach Jahren geweckt. Auch alte Katze sind nicht gefeit davor.

Der "Vorgang" an sich

Oftmals bleibt die Katze dann in der Fensterspalte hängen. Wenn sie schon mit dem Köpfchen hängen bleibt, wird sie sich durch ihr Eigengewicht unweigerlich erdrosseln. Kommt sie ein Stückchen weiter, bleibt letztendlich die Taille eingeklemmt. Die Katze wird versuchen sich zu befreien, zappeln und zerren. Dabei werden meist die empfindlichen Nieren, die Harnblase, Darmschlingen und/oder Bauchgefäße gequetscht.
Es gibt Leute, die glauben, ihre Katze tut "sowas" nicht. Ahja...
Auf jeden Fall versucht jede eingeklemmte Katze heftig, sich zu befreien. Von dieser Heftigkeit und der aufsteigenden Panik hängt die Schwere der Verletzungen ab.
So haben schon im Kippfenster eingeklemmte Katzen Rippenbrüche davongetragen, Ausrenkungen der Lendenwirbel oder sogar Wirbelbrüche erlitten! Durch einen Wirbelbruch erleidet natürlich das Rückenmark unter Umständen schwerwiegende Schädigungen. Daher sind Katzen, die in einem Kippfenster eingeklemmt waren, meist in den Hinterläufen gelähmt.

Sollten Sie also jemals eine Katze aus einem Kippfenster befreien, müssen Sie unverzüglich mit ihr einen Tierarzt aufsuchen! Je schneller das Tier behandelt wird, desto besser sind ihre Chancen, wieder gesund zu werden. Der Tierarzt wird dann zunächst den Schock behandeln (Kreislauf), die Schmerzen lindern und sich durch Röntgenaufnahmen ein Bild von der Schwere der davongetragenen Verletzungen machen. Wenn der Unfall glimpflich verlaufen ist, die Verletzungen also nicht allzu schwer sind, können sich solche Katzen - nur unter intensiver, tierärztlicher Betreuung - nach einigen Wochen oder sogar Monaten wieder erholen.

Am Besten ist es jedoch, wenn die Katze gar nicht erst in einem Kippfenster hängen bleibt. Deshalb sollte für verantwortungsvolle Katzenbesitzer immer der Grundsatz gelten:

Eine Katze sollte niemals mit geöffneten Kippfenstern alleine Zuhause gelassen werden!

Der Zoofachhandel bietet in der Zwischenzeit die verschiedensten Kippfenster-Schutzvorrichtungen an, die Katzen vor einem Unfall im Kippfenster bewahren.

inhaltliche Quelle: www.cuxkatzen.de

Im www kann man z.B. bei zooplus diverse Schutzvorrichtung bestellen. Es gibt natürlich noch viele weitere Anbieter.