German Rex vom Hause Jung

Zuchtkosten

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Schnäppchen "Katze"

Vorab: Krank werden kann erst einmal jedes Tier; so wie wir Menschen ebenfalls. Eine Garantie für ewige Gesundheit kann niemand geben.

Allerdings sollte man sich vor einer Adoption einer Bauernhofkatze oder eines Streuners darüber im Klaren sein, dass enorme Tierarztkosten entstehen können.

Die Katzen bzw. Katzenwelpen sind nie entwurmt, geschweige denn geimpft worden. Floh-, Wurm- und Zeckenbefall sind die Regel. Oftmals sind die armen Tiere trotz des bestehenden Tierschutzgesetzes (gilt sogar für Bauernhofkatzen) verwahrlost und krank (Katzenschnupfen, Katzenseuche, Leukose). Hinzu kommt noch der Punkt der reinen Inzucht. Bauernhofkatzen sind alle eng miteinander verwandt. Frisches Blut wie in einer Zucht kommt selten hinzu. Daraus entstehen Erbkrankheiten, Mißbildungen und Charakterfehler.

"Das Tierschutzgesetz (TierSchG) in Deutschland ist als Gesetz zu dem Zweck erlassen worden, "aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen." (§ 1, S. 1). Der Grundsatz des Tierschutzgesetzes lautet: "Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schaden zufügen" (§ 1, S. 2)."
Quelle: Wikipedia

 

Die Freude an dem Schnäppchen "Katze" kann schnell zur Illusion werden. Schon allein die Behandlung eines Katzenschnupfens mit den notwendigen Antibiotika kann hunderte von Euros kosten und im schlimmsten Falle chronisch sein. Direkt nach der Adoption sollte das Katzenkind oder die erwachsene Katze daher dem Tierarzt vorgestellt werden. Blutuntersuchungen sind notwendig, um zum Beispiel eine Leukose oder FIP (Feline Infektiöse Peritonitis) festzustellen. Leider geben sich nicht viele Menschen diese Mühe, sondern schleppen diese "Wilden" mit nach Hause, stecken vielleicht noch die bereits in der Familie lebenden Tiere an.

Andere Alternative: alles scheint perfekt. Warum also zum Tierarzt? Das Geld kann man doch sparen .... Man gewöhnt sich an die Samtpfote, schließt sie womöglich in sein Herz, um sie dann ein paar Wochen später aufgrund von Leukose einschläfern lassen zu müssen.

Ist die Katze aber nun doch glücklicherweise gesund und munter, so sind die notwendigen Impfungen durchzuführen: Katzenseuche, Schnupfen und bei Freilauf auch Tollwut. Bitte lassen Sie aus gesundheitlichen Gründen keine Kombi-Impfungen bei ihrer Katze vom Tierarzt durchführen. Infos hierzu: Impfungen
Wichtig ist noch der Chip zwecks Registrierung des eigenen Tieres zum Beispiel bei TASSO e.V., wenn Ihre Katze unbegrenzten Freilauf bekommt.

Für ganz wichtig halte ich auch die rechtzeitige Kastration, damit die ungewollte Katzenpopulation nicht noch weiter in die Höhe steigt. Hauptsächlich landen nämlich genau die Hauskatzen, die unkastriert herumstreunen und trächtig werden, in unseren Tierheimen. Die Aufzucht der Welpen ist den meisten Menschen dann doch zu lästig und zu teuer. Oftmals werden sie sogar in Mülltonnen entsorgt. ....

Wer sich trotz aller dieser oben genannten Punkte dennoch für eine Bauernhofkatze, für einen Streuner oder ein verwahrlostes Kätzchen entscheidet und sich gewissenhaft um das Tier kümmert, hat sicherlich ein gutes Werk getan. Wer keine Katzenhaarallergie hat, sollte sich zuerst über diese Katzen Gedanken machen und dann erst über eine German Rex.