German Rex vom Hause Jung

Zucht ....

 

Kann wirklich Jeder züchten?????

 

 

  • Diese Frage beantworte ich mit einem klaren "NEIN":
  • Bevor ich in die Zucht einstieg, habe ich 17 Jahre lang Erfahrung im Katzenschutz gesammelt.
  • Man sollte mindestens Grundkenntnisse im veterinärmedizinischen Bereich vorweisen können.
  • Hinzu kommen Grundkenntnisse in Sachen Genetik, obwohl ich der Medizin deutlich den Vorrang gebe.
  • Sie kann Leben retten, die Genetik ist mittelfristig erlernbar.
  • Dann muss ein finanzielles Polster fur jährliche Tierarztbesuche und etwaige Notfälle deutlich vorhanden sein.
  • Ich muss beruflich sehr flexibel sein, denn ein Baby, welches mit der Flasche aufgezogen wird, benötigt mich praktisch rund um die Uhr.
  • Gerade bei der German Rex braucht man für die Zuchttiere ordentlich Handgeld. Diese seltene Rasse hat ihren Preis und hinzu kommt, dass die immer noch raren Katzen oftmals zu eng miteinander verwandt sind, sodass man auch weite Reisen in Kauf nehmen muss, um ein entsprechendes Zuchttier zu erhalten.
  • Als Züchter muss ich objektiv und immer im Sinne für die German Rex entscheiden. Aus Mitleid darf ich kein Baby behalten. Zum Beispiel müssen Zuchttiere mit aufgetretenen erblichen Krankheiten sofort raus aus der Zucht. Ohne wenn und aber. Egal wie teuer sie mal waren oder ob sie wunderschön sind oder sonst was.
  • Züchten heißt nicht einfach nur vermehren, sammeln und behalten, sondern Auslese betreiben und in allen Punkten nur das beste Tier für Verpaarungen einsetzen. Zuchtpläne über Generationen müssen entworfen werden.
  • Klingt hart, aber anders geht es nicht. Wer hier das Herz sprechen lässt, ist fehl am Platz.

 

 

Hinzukommt noch, dass man kein Messie werden darf.

Unsere Rexe fordern viel menschliche Aufmerksamkeit und Zuwendung, mehr als andere Katzen. 

Wir bekommen immer das Gefühl von unseren Fellnasen vermittelt, dass wir sehr wichtig sind. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass ein Leben mit einem Artgenossen einfach unabdingbar ist.

Katzen unterhalten sich untereinander halt "kätzisch", schlecken sich gegenseitig die Ohren aus, kuscheln, spielen und toben miteinander. Das braucht jede Katze zum Lebensglück. Noch ein wichtiger Punkt, den man als Züchter immer vor Augen haben sollte: Die Gruppe sollte nur so groß werden wie man sich auch tatsächlich noch um jede einzelne Fellnase gut kümmern kann. Streicheleinheiten, gemeinsames Spiel und jede Zuwendung ist ganz wichtig, ansonsten kann gerade eine Rexkatze verkümmern.


Und wer schon lebenslänglich "Knast" bekommt (als reine Wohnungskatze) sollte wenigstens so gut wie möglich zufrieden gestellt werden.
Vernachlässigung steht bei uns nicht (!) auf der Tagesordnung, denn ich liebe Katzen wirklich. :)